Hoffmann von Fallersleben Chronik

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Schriftsteller

Hoffmann von Fallersleben wurde am 02. April 1798 in Fallersleben (heute zu Wolfsburg) geboren, studierte in Göttingen und Bonn. Zwischen 1823 und 1838 war er als Bibliothekar an der Universität von Breslau tätig und hatte dort ab 1830 eine Professur für deutsche Sprache und Literatur inne. Im Jahre 1842 wurde Hoffmann von Fallersleben aufgrund seiner national-liberalen Gesinnung, die er in seinen ironisch unpolitischen Lieder (1840/41) betitelten Gedichten zum Ausdruck brachte, seines Amtes enthoben und des Landes verwiesen. Zu den dort publizierten Gedichten zählt auch Das Lied der Deutschen.

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Die Anregung, das Deutschlandlied zu schreiben, bekam Hoffmann von Fallersleben auf seiner Schiffsreise von Hamburg nach Helgoland. An Bord des Schiffes spielte die Kapelle für die Franzosen die Marseillaise, für die Engländer ertönte „God save the King“, für die Deutschen aber blieben die Bläser stumm. Diese Situation empfand der politisch engagierte Passagier schmerzlich. An seinem Reiseziel endlich angekommen, verfasste er am 26. August 1841 den Text des Liedes – Deutschland, Deutschland über alles. Aus staatspolitischen Gründen darf jedoch bis heute nur die dritte Strophe gesungen werden. 1848 wurde Hoffmann von Fallersleben rehabilitiert und wirkte ab dem Jahre 1860 als Bibliothekar des Prinzen Viktor zu Hohenlohe- Schillingsfürst auf Schloss Corvey bei Höxter.

Zudem veröffentlichte er neben seiner politischen Lyrik auch Lieder anderer Provenienz, von denen vor allem die Kinderlieder bekannt wurden – Alle Vögel sind schon da, Morgen kommt der Weihnachtsmann.

Am 19. Januar 1874 starb Hoffmann von Fallersleben auf Schloss Corvey.